Hamburg Living Lab

Prozess- und Produktentwicklung durch Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Unternehmen

  • Titel:
    Hamburg Living Lab für Biomechanik, Implantattechnologie und Zahnmedizintechnik
  • Laufzeit:
    Januar 2010 bis Mai 2012
  • Zielsetzung:
    Anregung, Gestaltung und Erweiterung von Innovationsprozessen für Unternehmen

Erfolgreiche Produktinnovationen sind meist das Ergebnis gelungener Kooperationsprozesse. Entscheidend ist die möglichst frühzeitige Einbeziehung von Repräsentanten aus unterschiedlichen Bereichen wie Wissenschaft, Unternehmen und Verbrauchern. Gerade der Integration von Kunden und Endnutzern ist lange Zeit zu wenig Beachtung geschenkt worden, obwohl sich schon häufig gezeigt hat, dass deren Vorschläge zur erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte geführt haben.
Im Projekt „Hamburg Living Lab für Biomechanik, Implantattechnologie und Zahnmedizintechnik“, das im Januar 2010 gestartet ist, wird daher systematisch versucht, alle relevanten Akteure in den Innovationsprozess einzubeziehen. Eine von DEMOS entwickelte Internetplattform unterstützt  online den intensiven Wissens- und Technologietransfer zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Anwendern  – ein Prozess, von dem alle Partner gleichermaßen profitieren.

Das Projekt im Detail:

Das Projekt „Hamburg Living Lab für Biomechanik, Implantationstechnologie und Zahnmedizintechnik“ hilft zum einen kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich Medizintechnik, ihre Innovationsprozesse effizienter und erfolgreicher zu gestalten. Denn Deutschland ist zwar mit 17.000 Patentanmeldungen im Jahr der zweitwichtigste Innovationsstandort in diesem Bereich weltweit. Dennoch werden aus all diesen Ideen nur ca. 14% bis zur Marktreife weiterverfolgt und davon wiederum nur 50% erfolgreich am Markt platziert. Zum anderen sollen Forschungseinrichtungen dabei unterstützt werden, dass ihre Ideen zu marktreifen Produkten werden. Hier setzt das Projekt an: Eine fruchtbare Kooperationen zwischen Unternehmen,Forschungseinrichtungen und Anwendern ermöglicht einen lebendigen Wissens- und Technologietransfer mit Nutzen für beide Seiten. Alle Akteure werden so füreinander zum Innovationspartner.

Innovative Branchen: Implantationstechnologie, Biomechanik, Zahnmedizintechnik

Die an dem Projekt beteiligten Unternehmen aus den Bereichen Implantationstechnologie, Biomechanik und Zahnmedizintechnik verbindet eine Gemeinsamkeit: Sie verfügen über umfangreiches medizinisches Know-how und sind im Wettbewerb zugleich darauf angewiesen, ihr Wissen jederzeit auf dem neuesten Stand zu halten.
Das Projekt stellt Unternehmen den Zugang zu allen notwendigen Werkzeugen und Kontakten zur Verfügung, damit sie an ihren konkreten Innovationsprozessen arbeiten können.

Living Lab für Forschungseinrichtungen

Forschungseinrichtungen haben ein Interesse daran, dass ihre Ideen das Labor verlassen und zur Marktreife geführt werden. Daher ermöglicht ihnen das Projekt, mit den richtigen Ansprechpartnern in Unternehmen in Kontakt zu kommen. Zudem können sie interdisziplinäre Kontakte aufbauen und ihre Entwicklungen in anderen Branchen bekannt machen.

Living Lab für Anwender

Als weitere Akteure des Projekts treten die Nutzer medizintechnischer Anwendungen auf: Sie können direkten Einfluss auf die Entwicklung und Gestaltung der Geräte nehmen, die sie im alltäglichen Leben verwenden. Ihr Feedback erreicht die richtigen Stellen und kann helfen, Produkte und Prozesse besser zu gestalten.

Innovationen als soziale Kunst

Das von unserem Gesellschafter TuTech Innovation GmbH geleitete Projekt Living Lab ist ein gutes Beispiel, wie Interaktion innerhalb und zwischen Wirtschaft und Forschung Innovationsprozesse initiiert. Denn – mit den Worten von Langdon Morris, Mitbegründer der InnovationLabs LLC -: Innovationen sind eine soziale Kunst.

Das Projekt Living Lab wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Stadt Hamburg (Behörde für Wirtschaft und Arbeit) gefördert.