Das Projekt im Detail:
Die Ergebnisse der Online-Diskussion zum Citybahnhof Ulm zeigen formal und inhaltlich, dass sich viele Bürger für die Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfelds interessieren: Mehr als 100 registrierte Nutzer haben zusammen mit den knapp 2.500 Besuchern des Online-Forums knapp 150.000 Seitenaufrufe vorgenommen. Fast die Hälfte der registrierten Teilnehmer war dem Altersbereich 40-64 Jahre zuzuordnen – angesichts der vergleichsweise geringen Internetnutzung dieser Altersgruppe in der Gesamtbevölkerung eine interessante Zahl.
Kommentierung von Entwürfen und Live-Diskussion
Die Bürgerinnen und Bürger haben konkrete Vorschläge für die Neugestaltung des Bahnhofs eingebracht und bewertet. Außerdem konnten sie die Vorschläge der Planergemeinschaften kommentieren, deren Entwürfe im Forum vorgestellt wurden. In einer Live-Diskussion mit Volker Jescheck, Leiter der Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt und Baurecht der Stadt Ulm, ging es u. a. um die Finanzierung und die Barrierefreiheit des zukünftigen Bahnhofs.
Konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung
Themenwikis mit den gebündelten Anregungen der Teilnehmenden – etwa zur Bahnhofshalle oder zur Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes – rundeten die Online-Diskussion ab. So ist im Wiki „Neue Verkehrsregelungen“ etwa der Vorschlag einer Überdeckelung / Tieferlegung der Friedrich-Ebert-Straße festgehalten, der sehr kontrovers diskutiert wurde. Die Idee eines speziellen und zu Ulm passenden Bahnhofsgebäudes statt eines „gesichtslosen Kastens“ wurde hingegen von vielen Teilnehmenden befürwortet. Und schließlich zeigte die Online-Diskussion u. a. auch, dass die Bürger die Kosten nicht aus dem Auge verlieren und realistische Vorschläge einbrachten.
Eine sehr große Mehrheit der Teilnehmenden hat sich aus persönlichem Interesse an der Diskussion beteiligt hat, also nicht als Fachexperte. Somit ist das Ziel der Verantwortlichen – ein Dialog mit der „Durchschnittsbevölkerung“ – erreicht worden.

